I have killed monsters..

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Wo wir doch gerade beim Thema Aktivismus 2.0 waren. Wieder einmal ein tragischer Amoklauf eines Schülers, und wieder einmal geht die Diskussion los, ob Computerspiele daran schuld sind, und ob man sie nicht am besten verbieten sollte. Inzwischen ist das Bewusstsein, insbesondere der jüngeren, medienkompetenteren Generationen jedoch schon um einiges weiter und die Reaktionen gehen ganz klar in die Richtung: Computerspiele alleine töten keine Menschen in der echten Welt, dafür braucht es auch Waffen. Sollte man etwa über ein Verbot von Waffen diskutieren? Guter Ansatz. Jana Herwig gestern begonnen und ein Bild in einem Flickr Pool veröffentlicht, indem sie gesteht:
I have killed monsters in PacMan. But I have never killed a monster in real life. Not because there are no monsters. There are no guns. Not in my life. Und darunter noch den Kommentar: (I'm sick and tired of people who blame computer games and ignore that guns are the problem. Games do not kill. Guns do.)
Innerhalb von einem Tag wurde ihr Foto 291 mal gesehen und mittlerweile sind bereits 11 Bilder im "Games dont kill" Pool.Ein gutes Beispiel, wie man Web2.0 Tools nutzen kann um auf eine Position aufmerksam zu machen! Um hier nicht nur auf den Webaktionismus einzugehen, noch ein Nachsatz. Waffenbesitz zu kontrollieren ist bestimmt einfacher als den Besitz von Computerspielen nachzuweisen - diese können leicht auf einer verschlüsselten Partition gespeichert und/oder auf einem externen Datenträger versteckt werden. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Varianten, wie man die Software verstecken könnte. Zu klären sind noch zahlreiche Fragen: Inwieweit fördert das Spielen von Ego-Shooter Games die Gewaltbereitschaft oder das Interesse an Waffen im allgemeinen. Inwieweit werden in Spielen erlernte Handlungsweisen auch in Realität umgesetzt? Bzw. Welche Umstände braucht es, damit solche Handlungsweisen zu einer Option für das eigene Handeln in der realen Welt werden? (In Fall Tim K war seine psychische Krankheit bereits bekannt). Interessieren würde mich auch wie viel Prozent der Amokläufer der letzten Jahre keine "blutigen Computerspiele" gespielt haben und bekennende Pazifisten waren? Interessant wäre auch, ob sich heute mehr Jugendliche für Waffen interessieren, als vor etwa 20 oder 30 Jahren.

Kommentare

Bild von inconnu

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Bild von inconnu

@digiom Wenn du im Pool auf

@digiom
Wenn du im Pool auf Slideshow gehst, gibts dort einen Link zum einbetten ebendieser! ist halt flash, aber gut..

Killerspiel wird vermutlich gleichgesetzt mit Spielen, in denen man Menschen/Lebewesen niedermetzelt.

@Andy natürlich gab es Gewalt auch schon früher und wir haben damals auch Schulaufsätze über Gewalt im Fernsehen geschrieben. Früher war's eben das Fernsehen wenn man die Ursache für Gewalt gesucht hat, heute werden Computerspiele vorgebracht.

@Julian Ja, auch gute Fragen - ich denke es gibt da noch viele Dinge zu klären - Wie lange gibt es solche "Killerspiele" und wielange erst den Diskurs darüber? Da gibts noch viel zu diskutieren..

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School shootings gabs schon

School shootings gabs schon lange vor den Killerspielen, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Schulmassaker_von_Bath

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Drei wichtige Fragen

Drei wichtige Fragen fehlen:
1. Wie hoch ist der tatsächliche Anteil an männlichen Jugendlichen mit mindestens einem installierten Computerspielen?
2. Sind Computerspiele Symptome anstatt Ursache?
3. Wieviele Menschen wurden aufgrund von Büchern getötet?
http://de.wikipedia.org/wiki/Werther-Effekt

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Ah, und wie füge ich diesen

Ah, und wie füge ich diesen Flickrpool als cooles Vid ein?

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Und vor allem aber doch: Was

Und vor allem aber doch: Was soll denn der Besitz von Computerspielen aussagen? In der ganzen Rhetorik, die derzeit in der Berichterstattung verwendet wird, wird suggeriert, als sei schon das selbst ein Indiz: "Polizeibeamte fanden das Killerspiel Counterstrike auf seinem Computer." What? Was soll denn ein Killerspiel sein - eins das von Killern gespielt wird? So einfach geht das nicht mit dem Nachweis!