Die Gemeinwohlmobilität

Gedanken zum Thema Mobilität im Zusammenhang mit der Gemeinwohlökonomie. Einige Anmerkungen zur Gemeinwohlmatrix.

Im Sinne der Gemeinwohlökonomie sollte auch das Thema Mobilität mitgedacht werden:

Die Wahl des Standorts der Firma. Neulich hörte ich einen Vortrag über eine Solarfirma, über deren Elektromobil Flotte. Tolle Sache. Aber warum hat jeder Mitarbeiter Anspruch auf einen Dienstwagen? In diesem Fall kam dann heraus, dass die Firma ihren Standort irgendwo an der Peripherie angesiedelt hat, wo man scheinbar nur mit einem Automobil hinkommt.

Eine Firma soll ihre und ihrer Mitarbeiter Mobilitätsbedürfnisse so berücksichtigen, dass diese mit den effektivsten Verkehrsmitteln zurückgelegt werden können. Die Stadt der kurzen Wege sollte berücksichtigt werden, insbesondere wenn ein Standort für ein Unternehmen geplant wird, das viel Parteienverkehr erwartet oder ein Ort des öffentlichen Interesses ist. Eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sollte vorhanden sein, anstatt persönlichen Dienstwagen sollten Pools von Fahrzeugen angeschafft werden, die je nach Einsatzzweck angemessen genutzt werden können. Als Fahrzeuge kommen Fahrrad, Pedelec, Lastenfahrrad, Elektrofahrzeuge, klassische Autos in Frage. Das Auto als Statussymbol hat in einer Gemeinwohlökonomie nichts verloren, d.h. es geht nicht darum, wieviel Leistung, Beschleunigung oder wie toll es aussieht. Auch das gehört zum Alltag, in der Debatte um das Elektroauto, wo häufig auf das hohe Drehmoment beim Anfahren und den damit verbunden Fahrspaß verwiesen wird.

So wie den ökologischen Fußabdruck, hat auch jedes Produkt eine Reise hinter sich, wenn es den Kunden erreicht.

Darüber hinaus betrifft der Mobilitätsaspekt auch die Frage wie Produkte an- bzw. ausgeliefert werden und über welche Entfernungen. Haben die Produkte einen Zusammenhang zu Mobilität oder schaffen sie indirekt einen Bedarf an Mobilität?

Zur Kategorie Menschenunwürdige Produkte in der Matrix: Zu den Tretminen, Atomenergie und GMOs wäre noch hinzuzufügen: Autos die sich mit fossilen Treibstoffen, bzw. nicht erneuerbaren Energien fortbewegen. Der Verkehrslärm, der von Autos an den Einfallsschneisen der Grossstädte verursacht wird, ist niemandem zuzumuten. Da könnte das Elektroauto zu einer merklichen Entspannung beitragen, wenn ein größerer Anteil der Pendlerautos sich elektrisch fortbewegen würden.