Velophonia Konzept

velophonia

Medienkunst bringt Fahrradverkehr zum klingen.

Abstract

Velophonia ist eine interaktive Installation im öffentlichen Raum, die Mobilität und Musik verbindet und den Alltag mit einer neuen Erfahrung bereichert. FahrradfahrerInnen benützen eine Rad-Unterführung und durchfahren dabei eine interaktive Installation, in der sie eine Klangerfahrung neuer Art machen, an der sie auch selbst mitwirken. Die Klangwelt in der Unterführung wird jedes Mal einen neuen Klang ergeben und wird abhängig von der Anzahl der RadfahrerInnen, Tageszeit, Wind und Wetter, andere Klänge von sich geben.

Eckdaten zum Projekt

 

Velophonia - Generative Musik von und für RadfahrerInnen.

Interaktive Klanginstallation in radfahrbaren Unterführungen.

 

Idee/Konzept

Eric Poscher

Komposition:

Lucas Dietrich, Ingvo Clauder

Technik und Programmierung:

Lucas Dietrich, Ingvo Clauder , Eric Poscher

 

Konzept

 

Das Radfahren im Alltag soll aus zahlreichen guten Gründen gefördert werden. Radfahren ist gesund, es integriert ein gutes Maß an Bewegung in den Alltag und ermöglicht schnelle, umweltverträgliche Mobilität, die für den einzelnen ebenso wie volkswirtschaftlich günstig ist.

Fahrrad fahren ist auch ein emotionales Erlebnis. Rad zu fahren kann Lust & Frust ebenso verbinden, wie es ein Wechselspiel von Dynamik und Langsamkeit bietet. In Unterfhrungen kann diese Beschleunigung und Entschleunigung ganz besonders erlebt werden.

Radfahren ist Teil unserer Alltagskultur und bietet sich daher als Ausgangsmaterial für die künstlerische Auseinandersetzung an. In Form einer Installation wird das Werk nicht an einn bestimmten Zeitpunkt, sondern über einen langen Zeitraum an einen bestimmten Ort gebunden. Dort ist die Fahrrad-generierte Musik für alle RadfahrerInnen erfahrbar, eingebettet in die alltägliche Benutzung des Verkehrsmittels. Unterführungen bieten einen Aufführungsort, einen Resonanzraum für Fahrrad-generierte Musik.

Die durch das Projekt Velophonia vermittelte musikalische Untermalung der Alltagswege bietet, abhängig von Fahrradverkehr, Wind & Wetter jedes mal wieder ein neues Klangerlebnis. Ebenso wie der Weg zu Arbeit, Schule oder Einkauf mit dem Fahrrad immer wieder Abwechslungen bietet und auch hin & wieder für Überraschungen sorgt.

Nicht zuletzt soll durch die Installation das Radfahren kulturell angereichert und so attraktiver gemacht werden. Velophonia schafft eine Verbindung zweier Welten, indem Musik und Radfahren verbunden werden. Beides sind mehr/weniger alltägliche Erscheinungen, auf jeden Fall aber eine Bereicherung des Alltags

Die Installation Velophonia soll ab Frühjahr 2010 in Fahrradunterführungen installiert werden. Vorgesehen ist eine dauerhafte Installation, die über ein oder mehrere Jahre einen Ort bespielt. Die Bespielung der Unterführung kann auch im Rahmen von Kampagnen zur Förderung des Alltags-Fahrradverkehrs kommuniziert und als lokale Besonderheit ausgewiesen werden.

Ergänzend besteht auch die Möglichkeit, die Installation und die generierte Musik auch im Netz zu präsentieren. Begleitend zur Installation können auch Workshops, z.B. zu Elektronik und generativer Musik durchgeführt werden.

 

Hintergrund

Die Idee zu Velophonia ist entstanden während der Arbeit an Projekten im Rahmen der Net Culture Labs in Wien (Make your own thing) und Dornbirn.

Velophonia verbindet Aspekte aus Kunst, Technik und Verkehrspolitik. Inspiriert durch interaktive Installationen zeitgenössischer digitaler Kunst, durch Ingvo Clauder und Lucas Dietrichs Projekt h/ausmusik, das ich im Rahmen des net culture lab kuratieren durfte und nicht zuletzt durch das alltägliche Radfahren, das die Mehrzahl meiner Tag einrahmt.

In zahlreichen Städten wird der Radverkehr an wichtigen Achsen automatisch gezählt und die Daten für die Verkehrsplanung herangezogen. Manche Städte haben den Schritt gemacht, diese Daten auch als Zähler am Rande des Radwegs sichtbar zu machen.

Velophonia ist die künstlerische Interpretation der Anzahl und Frequenz des Verkehrs. Die Information über Häufigkeit und Anzahl der durchfahrenden Fahrräder wird mit den aktuellen Umweltbedingungen in Verbindung gesetzt und als Ausgangsmaterial genutzt um Musik zu generieren.

 

Akteure

Lucas Dietrich

  • 1978 * in Lustenau (A)

  • 1996 Matura, Studium Konzertfach Kontrabass am Landeskonservatorium Vorarlberg

  • 2001 Abschluss Konzertdiplom

  • 2002 Auslandsaufenthalt in Paris

  • - Conservatoire »Nadja et Lili Boulanger«

  • 2005 Daneben Privatstudien bei Peter Herbert

  • Musikhochschule Luzern

  • Meisterkurse und Klassen bei Renaud-Garcia Fons, Franco Petracchi, Johann von Auersperg, Peter Madsen, Bobo Stenson, Art Lande u.v.m

  • 2006 Studium »Mediengestaltung« an der Fachhochschule Dornbirn

  • Mit dem hdv Trio: Preisträger des internat. Jazzwettbewerbs

  • »Next Generation« in Straubing

  • 2008 Projekt h/ausmusik im net culture lab Dornbirn

  •  

  • 2008 Lebt als freischaffender Musiker in Dornbirn

  • Formationen (Auswahl): hdv Trio, Schönenbach Projekt, CIA Collective of Improvising Artists, Trio and Error, Wasabi Clubmasters, Salon Fumé, Tat Twam Asi, Le Triangle (...)

    http://ilabori.com /

 

Ingvo Clauder

  • 1976 * in Überlingen (D)

  • 1996 Abitur, Studium IGP am Landeskonservatorium Vorarlberg

  • 1999 Abschluss mit Auszeichnung

  •  

  • 2000 bmus Studium am Trinity College of Music, London

  • - Hauptfach Klavier: Anthony Green

  • 2002 Weitere Lehrer und Einflüsse:

  • Douglas Finch, Yonty Solomon

  • 2001 Gewinner des Wettbewerbs: Gladys Puttick memorial prize for extemporisation

  • 2001 Mehroo and Byram Jeejeebhoy prize for achievement in piano playing

  • 2002 Abschluss bmus am Trinity College of Music mit »first class honour«

  • 2003 Abschluss Konzertfach Klavier bei Hans-Udo Kreuls

  • 2003 Mit Lucas Dietrich: Plattform für Neue Musik - fonorum

  • Seither Studien (Computer-Musik) an der Musikhochschule Stuttgart bei Ulrich Süsse und Marco Stroppa

  • 2008 Lebt seit Frühjahr 2008 als freischaffender Musiker in Berlin

  • 2008 Projekt h/ausmusik im net culture lab Dornbirn

    http://ingvo.com /

Eric Poscher

 

  • 1976 * in Feldkirch (A)

  • 1994 Matura, ab 1995 Studium Soziologie und Kommunikationswissenschaften an der Universität Salzburg

  • 1998 Auslandsaufenthalt in Belfast

  • 2004 Diplomarbeit:Nachhaltige Mobilitä̈tsformen und ihre NutzerInnen. Eine empirische Studie zu Sozialprofil, Motivation und Mobilitätsverhalten von LiegeradbenützerInnen.

  • 2004 Abschluss des Studiums an der Universität Salzburg mit dem Mag. phil.

  • 2006 Regionale Weblog Community vorarlblog.at

  • 2007 -2009 Net Culture Lab Dornbirn, Kurator

  • 2008 Validierungsgremium beim Fördersystem für Digitale Kunst und Kultur, NetzNetz.net, Wien

  • 2008 Netzkunstprojekt 192.168.epe.at

  • 2009 Projekt Geld/Tasche

  • 2009 Freier Kulturschaffender, Berater für Online Medien und Medienkünstler in Dornbirn

    http://epe.at /

 

 

Kontakt:

Eric Poscher

eric.poscher@epe.at

+43 699 11403480

 

 

 

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